Da ich ja nun zwangsweise an zu Hause gebunden bin, habe ich ausreichend Zeit Kindersachen zu shoppen – auch wenn das Budget dafür eigentlich schon aufgebraucht ist.
Nunja, was soll´s.
Kindersachen shoppt man am besten bei anderen zu Hause in gebrauchter Qualität, oder auf einem Basar (ebenfalls gebraucht). Neu sind die Sachen, wenn sie denn hübsch sind einfach unerschwinglich, auch wenn man sich daran zu Tode kaufen könnte, weil alles so süß ist. Bodys mit Poloshirtkragen zum Beispiel. Oder Hemden im Partnerlook zu Papas Oberhemden.
Mein lieber Mann hat also gestern den Fahrdienst übernommen und wir sind bei Bekannten eingefallen, die die Planung für weitere Kinder aufgegeben haben, sodass es ganze 8 Umzugskartons voller Babysachen bis Größe 74 gab (wird bei uns etwa bis Weihnachten reichen). Meist sind solch Kartonverkäufe so, dass man sich alles einmal ansieht, dann aussucht uns sich hinterher über den Preis einigt. Oft sind schöne Sachen dabei und auch ebensoviel Mist, da die Sachen schon mehrere Kinderpopos warmgehalten haben.
So auch die Sachen von gestern. Unsere Bekannten haben das große Glück wiederum Bekannte zu haben, die gut betucht sind und den Kindern ausschließlich Markensachen kaufen, aber in Mengen, die Kinder nicht tragen können, weil sie so schnell wachsen.
Also gab es gestern für uns zwei volle Windelkartons (etwa ein Umzugskarton) voller Markenkleidung (Z*ra, E*prit, u.ä.), die ungetragen und lediglich einmal gewaschen war. Zwei Preisschilder habe ich auch gefunden. Letztlich sind wir mit 45 Teilen (Jeans, diversen Hemden, T-Shirts, Pullover, Schneeanzügen und Jacken) nach Hause gekommen und haben den Preis von 2 neuen Hosen bezahlt.
Erfreulich ist in jedem Fall, dass sich daran noch ein paar weitere Kinder erfreuen werden, denn alles wird unser kleiner auch nicht tragen, denn dafür ist es einfach zu viel.
Ich wäre irgendwie nicht bereit 20-30€ für eine Babyjeans zu zahlen, wenn der Wurm da nach wenigen Wochen herausgewachsen ist, denn man braucht da ein paar von, wenn die Kleinen den Brei gut verteilen.
Ich verfalle in den Kaufrausch…oder in Sammelleidenschaft und sehe schon, dass das arme Kind min dreimal am Tag umgezogen werden muss, damit er alles wenigstens einmal anhatte.
Zum Glück sind die meisten Babybasare erst wieder gen Herbst, bis dahin ist noch eine Weile Zeit...
kninchen - 23. Feb, 11:44
Wenn bei uns mal alles nach Plan läuft, es keine Hürden und Hindernisse gibt, dann ist was faul. So war das schon immer. Umso erfreulicher, dass der Zwerg, der ja schon fast keiner mehr ist nun schon bald aus seiner Behausung auszieht und mit ihm wirklich alles in Ordnung ist.
Dass wir kein Babyfernsehen (Ultraschall in 4D) bekommen, weil der kleine Mann sich entweder bewegt oder die Hände vors Gesicht hält, ist dabei natürlich ganz nebensächlich. Zumal der kleine Kerl in wenigen Wochen, ja fast schon Tagen auszieht.
Gestern waren wir zur vorerst letzten routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung. Ob wir die nächste noch mit Baby inside erleben, konnte der der Arzt nicht so genau sagen. Jedenfalls fühlte es sich wohl schon so an, als ist der Weg in die kalte, helle Welt geebnet und es könnte nun täglich losgehen aber genauso gut noch 3-4 Wochen dauern. Aber es läuft wie bisher alles nach Plan, alle Werte gut, Kind wohlauf und sehr aktiv dabei aber von den Herztönen her eher ein gelassenes Gemüt. Also alles so, wie sich die stolzen Eltern das wünschen.
Also war es Zeit Mittagessen zu gehen. Ein guter Freund kam dazu und so schlemmten wir Pizza bis der Papa in Spee wieder an den Schreibtisch zurück musste.
Wir verabredeten uns zwei Stunden später an selbigem um dann gemeinsam zum Auto zu gehen und nach Hause zu fahren, bzw. den zweiten Wagen zu holen (an Arzttagen fahren wir mit zwei Autos gen City). Bis dahin wurde ich vom Bekannten bespaßt, wir tranken einen guten Kaffee und bummelten nach Kindersachen.
Pünktlich zum gewünschten Feierabend war ich dann auch zur Stelle um den Herrn Papa abzuholen.
Auf dem Weg wollten wir noch am Autohaus vorbei, weil der Herr Papa ein hübsches neues Spielzeug gefunden hatte und die Besichtigung quasi auf dem Weg lag.
Wir schafften es nichtmal bis zu unserem Auto in der Tiefgarage, denn die Kamikaze-Erna hat mal wieder zugeschlagen. Der Weg führte auch nicht zum Autohaus, sondern in die Notaufnahme. Und nein der Zwerg (noch immer ohne Namen) ist nicht auf die Welt gekommen.
Erna (also ich) hat mächtig viel Bauch im Weg und sieht ihre Füße schon lange nicht mehr. Darum geht sie langsam und schaut wohin sie tritt. Tja, außer auf dem Weg in die Tiefgarage und der Weg ist sehr treppig. Also letzte Treppenstufe nicht gesehen, ins Leere getreten und gaaaanz blöd auf den linken Fuß gefallen, mich dabei aber elegant am Geländer festgehalten, damit der Bauch nichts abbekommt. Der Herr Papa in Spee dachte, dass ich mir den Arm verletzt habe, weil ich das verdammte Geländer nicht loslassen wollte. Falsch gedacht, der Arm, samt Schulter war ok, aber der Schock ließ mich den Griff nicht lösen.
Normalerweise, und da gibt mir jeder Recht, der mich kennt, stehe ich nach sowas immer sofort wieder auf, egal wie weh das tut, denn es könnte ja jemand gesehen haben.
Nicht so gestern. Mein lieber Mann wollte mir hochhelfen, denn ich bin ja reichlich unbeweglich. Aber außer ein "lass mich einfach hier liegen" kam da nicht viel von mir. Schlechtes Zeichen – ganz schlechtes Zeichen. Nachdem wir dann auch geklärt hatten, dass nicht der Arm, sondern der Fuß (auf dem ich noch immer drauflag) wehtat wurde der Herr Papa leicht panisch. Also Frau gegen ihren Willen unter den Arm geklemmt und zum Auto geschleppt.
Das mit dem Autohaus hatte sich dann auch erledigt – war ja klar. Unser Weg führte auf direktem Weg in die Notaufnahme des Krankenhauses zu dem wir zur Entbindung angemeldet waren.
Der Fuß quoll da schon aus dem Schuh, aber das war zunächst egal. Erstmal das Würmchen untersuchen. Also um 16 Uhr ab in den Kreißsaal. Kind war wie zu erwarten in Bestform, der hat von dem ganzen Stress nichts mitbekommen und hatte einen ganz normalen Puls, meiner hingegen raste, der Blutdruck im Keller und gefühlte 40° Fieber.
Also wieder zurück in die Notaufnahme (wir hatten da schon 17 Uhr) und warten – denn es war ja der jecke Dienstag und irgendwie hatte jeder zweite Patient eine Platzwunde am Kopf und die haben immer Vorrang. Nach geschlagenen zwei Stunden ist mein lieber Mann dann nach Hause gefahren, denn schließlich warteten die Hunde ja schon eine gefühlte Ewigkeit. Das nächste Problem war dann das zweite Auto, dass noch in der Pampa stand und das ich ganz sicher nicht nach Hause fahren konnte. Also die Nachbarin eingeladen, die war so nett und fuhr es nach Hause.
Mann und Hunde kamen dann gegen 20 Uhr um mich abzuholen.
In der Zwischenzeit hatte ich ja ausreichend Zeit mich mit den Ärzten auseinander zu setzen.
Ärgerlich war es schon, denn die Botschaften waren allesamt unschön.
Ich schwanger, also nix mal eben röntgen. Wenn Fuß gebrochen, dann sechs Wochen warten und ggf. neu brechen, damits grade wird. Ich dachte das war ein blöder Scherz. Nein, war es nicht. Schiene? Nö, gibt’s für Schwangere auch nicht. Worst Case: Fuß gebrochen, ohne Gips oder Schiene, sondern mit Salbenverband und Krücken nach Hause und warten bis der Zwerg da ist.
Bei schlimmeren Sachen gibts keinen Gips, sondern einen Außenfixateur, denn kann man auch in örtlicher BEtäubung setzen.
Alternative in meinem Fall, denn der Fuß war ja einigermaßen grade und nicht verschoben.
Ja, die gab es – röntgen in einem besonders niedrig dosierten Gerät. Gefahr für das Würmchen besteht eigentlich nicht, zum Schutz werden dann alle Bleidecken aufgelegt, die man finden kann.
Also die Alternative gewählt und mit 5 Bleischürzen den Fuß durchleuchtet.
Gebrochen war nix, das ist schonmal gut. Aber, nun kommt das schöne aber: dort wo sich die Bänder befinden, sind in der Röntgenaufnahme "Schatten" zu erkennen. Die diensthabende Ärztin (bis vor wenigen Wochen noch Internistin und nun in die Unfallchirurgie gewechselt. Wir kannten sie aus einem anderen KH und haben eher schlechte Erinnerungen an die Dame)konnte damit nichts anfangen und hat den Chefarzt gerufen. Der war sich auch nicht sicher. Redete etwas von nicht schienen und "letztlich ist es egal ob Zerrung oder Riss – Behandlung ist gleich". Das kann alles und nichts bedeuten. Gehaltene Aufnahmen wurden nicht gemacht, denn so wären noch einige Röntgenaufnahmen nötig gewesen.
Und der Knaller, für Schwangere gibt es auch hier nur einen Salbenverband, denn eine Schiene erhöht das in der Schwangerschaft ohnehin bestehende Thromboserisiko erheblich. Es müsste Heparin gespritzt werden und das geht wegen dem Kind wieder nicht.
Also Salbenverband und Krücken und einer offiziellen Zerrung (denn gesichert werden konnte der Bänderriss ja nicht) und ab nach Hause. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich nicht an eine Zerrung glaube. Im Arztbrief steht "leichte Schwellung und kein sichtbares Hämatom". Mein Fuß ist quietschblau und passt weder in Socken, noch in Schuhe. Nichtmal Aufstellen oder ansatzweise Auftreten ist möglich. Die erste Nacht war mit zwei geschlafenen Stunden entsprechend kurz. Ich soll wiederkommen, wenn es nicht besser wird. Aha und dann? Neuer Salbenverband?
3-6 Wochen soll ich nun mit den hübschen Krücken gehen – das sagt sich so leicht ohne Übergewicht. Die Nachbarn übernehmen nun die morgendliche Gassirunde, der liebe Ehemann die Nachmittags- und Abendrunde und ich, ich liege und leide. Es hätte so schön sein können die nächsten Wochen hier zu Hause.
Aber so gesehen – es ist nur der Fuß und der wird sicher wieder…
kninchen - 22. Feb, 09:34
sind nicht angenehm.
Das so viel beschriebene leichte Ziehen im Kreuz (soll ja eh bei jedem anders sein) ist mMn gar nicht so leicht.
Am Dienstag fing es an.
Da ich am Montag ein wenig mehr gemacht hatte als sonst, dachte ich, dass ich mich evtl. überanstrengt habe. Ein leichtes Ziehen im Kreuz war es nicht.
Vielmehr ein ganz böser Schmerz in der Leistengegend, der sich anfühlte als würden die Beine wegbrechen. Na gut, es war einer dieser Sofatage. Mittwoch und Donnerstag wurde dann viel geruht und es wurde besser. Freitag haben wir uns dann entschlossen ein wenig im Möbelhaus bummeln zu gehen, weil wir noch einen Gutschein haben und der muss ja noch irgendwie unter die Leute gebracht werden.
Nunja, der Bummel im Möbelhaus dauerte nicht lange, denn wieder hatte ich solche Schmerzen, dass ich keinen Meter mehr grade gehen konnte. Mein Gang ähnelte eher einem missglückten Tanz, denn um nicht umzufallen bin ich beim Gehen immer wieder zusammengesackt und musste mich ruckartig bücken. Das sah schon lustig aus.
Also so schnell wie möglich raus aus dem Laden. Der Papa musste helfen, denn alleine gehen ging nicht mehr.
Zu Hause dann zurück aufs Sofa.
Samstag ging es gleich wieder los, ich tanzte in der Küche und ging immer wieder in die Knie, weil es so schrecklich weh tat.
Also Hebamme angerufen.
Die schmunzelte nur und fragte mich wie sich das anfühlt und wie oft das wiederkommt.
Ja, wie fühlt sich das an? Schlimmer als eine Wurzelentzündung in jedem Fall, aber eben im Unterbauch, im Kreuz und in der Leiste. Sie beschrieb es so: "Fühlt es sich so an, als würde jemand mit der Faust im Becken nach unten drücken und zeitgleich mit einem Schraubenzieher in der Leiste stochern?"
"Ja, genau so".
"Nunja, der kleine Mann senkt sich ja nicht mehr, weil er schon im Becken angekommen ist vor vielen Wochen. Die Vorwehen bringen ihn aber dazu sich weiter nach unten zu bewegen, also dreht er den ziemlich großen Kopf ins Becken und klemmt dabei Nerven ab, die in die Beine gehen. Das führt dann zu dem Gefühl, dass du in die Knie gehen musst. Das ist aber nicht weiter tragisch. Wie lange hält der Schmerz an?"
"Na so 5-10 Sekunden, dann ist erstmal wieder Ruhe."
"Gut, die Geburtswehen unterscheiden sich dadurch, dass sie 40-60 Sekunden in gleicher Intensität anhalten. So bekommst du schonmal ein Gefühl dafür wie du erkennst dass es losgeht. Die jetzigen Vorwehen sollten in einem warmen Bad besser werden, die Geburtswehen verschlimmern sich dann."
Nicht gut, denn dann war ich sprachlos. Das halte ich nicht aus, oder sagen wir, das will ich nicht aushalten. Geburtserlebnis hin oder her, ohne PDA werde ich das Erlebnis nicht erleben. Der Arzt hatte also sehr wohl recht, dass er mir dazu geraten hat mich für eine PDA zu entscheiden. Mal sehen was er morgen bzw nächsten Mittwoch dazu sagt…
kninchen - 20. Feb, 10:10
Gestern hatten wir Besuch einer Bekannten, genauer gesagt der Bekannten, die mich dazu brachte auf gute Ratschläge mit "aha", "oh" und "mhmm" zu antworten.
Zum ersten Mal wurde mir bewusst wie unwichtig mir eigentlich das Drumherum ist und wie wichtig das Miteinander mit anderen Menschen und meinem Mann.
Bekannte NN erzählte stolz, dass das vor 6 Jahren gebaute Häuschen nun schon zum zweiten Mal komplett renoviert wurde, alle Räume neu tapeziert, neu gemalert, teilweise neue Böden und vor allem neue Möbel.
Also das gleiche "alles neu" Programm wie vor 3 und vor 6 Jahren. Dazu zwei neue Jahreswagen, ein neues Motorrad und im Sommer wird der Garten für den Sohnemann zur Spielburg umfunktioniert. Der Sohn kann auch schon mit den gängigen Videospielkonsolen umgehen und den DVD-Player bedienen.
Nebenbei wird beklagt, dass man seit Jahren nicht wegfahren konnte, weil das Geld fehlt und die Hausschulden unverändert hoch sind und nicht abbezahlt werden können.
Dass der Sohnemann mit 30 Monaten noch nicht sprechen und verstehen kann was man ihm sagt oder ihn fragt, ist da irgendwie nebensächlich.
Wichtig hingegen war der Kommentar zu unserem Babyzimmer "Oh zweifarbig gestrichen – tapeziert ihr denn nicht?". "Nein tun wir nicht. Wir mögen zweifarbig gestrichene Zimmer und stehen nicht so auf Tapeten mit Rapport."
Bei der Verabschiedung wurde unser froschgrünes, 10 Jahre altes Auto mit rollenden Augen begutachtet, bevor man ins eigene Auto stieg und davon sauste. Kurz darauf war die Harmonie bei uns wieder hergestellt.
Mein lieber Mann kam wenig später und wir waren uns mal wieder einig, wie egal uns Vliestapeten in aktuellem Design sind und wie schön wir unsere selbst fabrizierten Malereien an den Wänden finden mit all den kleinen Fehlern, die eh niemand sieht. Wie egal uns die Farbe des Autos ist, denn es soll uns ja nur sicher von A nach B bringen, genug Platz für alle haben und ein wenig Komfort bieten. Das tut es, also alles paletti – was kümmert uns da die Farbe? Wir sitzen ja eh drin. Und zur Not haben wir ja noch ein unauffällig schwarzes, fast neues Vehikel – für alle Fälle ;-)
kninchen - 10. Feb, 11:23
...mit nichts zum Anziehen.
Wer kennt das nicht?
Und nun geht es los.
Gestern haben wir alle Kartons mit der Babybekleidung ausgepackt, nochmal gebügelt und eingeräumt.
Dabei die lila und rosafarbenen Teile aussortiert und beschlossen, dass wir zu wenig haben.
Warum? Tja, einige der Teile erscheinen ziemlich klein und wenn ich die an den Riesenbauch halte, habe ich das Gefühl, dass er da schon rausgewachsen ist, bevor er aus seiner vorübergehenden Unterkunft hoppst. Grüße 50 werden wir sicherlich nicht brauchen.
Falls hier jemand mitliest, der noch Strampler in Gr. 56/62/68 abzugeben hat, die wennmöglich in schönen, hellen bunten Farben erstrahlen, dann her zu mir.
Mit Bodys haben wir es zu gut gemeint, da haben wir Massen von.
Strumpfhosen und Babymützen könnten auch knapp werden, denn der Brummer wird mit einem großen Köpfchen ankommen.
So kurz vor Ankuft bekommt man irgendwie doch Angst, dass etwas fehlen könnte. Ich bin dem Kaufrausch nahe, hoffe aber noch auf schöne gebrauchte Sachen. Blöde Sache das...
kninchen - 9. Feb, 11:43
wächst weiter. Inzwischen hat er 2900g und ist von der Größe her noch immer am oberen Normrand.
Was soll der kleine auch sonst tun außer wachsen?
Gestern hofften wir mal wieder auf eine atemberaubend schöne Aufnahme in 4D. Und was war? Monsieur hielt sich tapfer volle 30 min beide Hände vors Gesicht, sodass ein abscannen nicht möglich war. Auch wenn unser lieber Arzt ihn sanft geärgert hat brachte das den kleinen nicht dazu seine Position zu überdenken.
Die tröstenden Worte waren dann: "In sechs Wochen ist er ja draußen, dann brauchen sie auch kein 4D mehr".
Tja, in 2 Wochen haben wir nochmal die Chance ihn zu ärgern und vielleicht möchte er sich dann ja mal nicht hinter seinen großen Händen verstecken.
Alle Untersuchungen waren wie bisher auch unauffällig und normtreu. Der kleine reagiert auf Umweltgeräusche und auf Papa, wenn er den Raum betritt, dann schlägt das Herzchen schneller und die Bewegungen werden auch heftiger. Er weiß eben genau wohin er gehört.
Autofahren hingegen mag er nicht mehr, sodass ich unnötige Fahrten vermeide. Bei den Temperaturen ist das ohnehin besser, denn wie die hiesige Tankstelle mitteilte ist der verfügbare Dieseltreibstoff bei uns nur bis -22°C verwendbar (so sieht das die deutsche Kraftstoffverordnung für Diesel vor). Dann flockt er aus, setzt sich in den Kraftstofffilter und sorgt für nicht anspringende Wagen - zumindest bei neueren Modellen. Aha - wieder was gelernt, heute Nacht hatten wir -21°C und das Gefühl wird dann doch mulmiger den Wagen zu benutzen. Ein Hersteller garantiert -30°C, kostet aber auch 8ct/l mehr. Werde ich wohl morgen mal rauftanken, denn man weiß ja nie.
Zur Not haben wir auch einen Benziner, so ists ja nicht. Aber tagsüber bin ich eben alleine hier und brauche das Auto. Öffis gibt es hier zwar auch, aber nur wenige Male am Tag. Dorf halt.
Ansonsten beginnt nun eine etwas langweilige Zeit.
Ausschlafen, bei -20°C mit den Hunden eine Minirunde drehen, Frühstücken, nichts tun, noch mehr nichts tun, mit den Hunden eine Minirunde drehen und warten, dass der Papa nach Hause kommt.
Naja, ein wenig Abwechslung hatten wir heute doch, denn der Oberarzt im KH hatte Zeit, sodass wir (ich und der kleine Mann) spontan in die Entbindungsklinik gefahren sind und uns nochmal vorgestellt haben. Eigentlich wollte ich nur einen Termin vereinbaren, aber wurde dann doch spontan eingeladen. Aber das ist ja auch ok, ich habe ja ohnehin nichts besonderes vor. Geburtsmodusbesprechung heißt das heute wohl. Man trifft sich, der Arzt schallt und tastet, sagt was grade so los ist und fragt was man gern hätte. Ob man festgelegt ist auf einen bestimmten Geburtsmodus, ob man Medikamente zur Schmerzlinderung ablehnt oder wünscht. Das Beiwerk wird sozusagen vorab in zurechnungsfähigem Zustand einmal durchgesprochen.
Welchen Modus wir wählen wissen wir nun aber trotzdem noch nicht.
Außer "Oh großes Kind", "Besser keine Wassergeburt" und "an Ihrer Stelle würde ich auf eine PDA bestehen" haben wir nichts Relevantes erfahren, das neu ist. Aber das war auch vorher klar. Woher soll man 6 Wochen vorher auch alles genau planen können. Ob der kleine Riese durch mein Becken passt, erfahren wir dann in 3 Wochen, dann haben wir die nächste Besprechung zum Geburtsmodus und dann hat er fast Endgröße.
Wenn er so weiterwächst wie bisher wird es jedenfalls ein großes Kind und das ist nicht ganz so spaßig wieder loszuwerden.
Ein Kaiserschnitt ist aber auch kein Spaziergang und so sind wir bei einem "wir halten uns alle Möglichkeiten offen" verblieben.
kninchen - 7. Feb, 14:41
aber ich hab mir sagen lassen, da geht noch was

kninchen - 31. Jan, 20:42
Dem kleinen Mann scheint es wohl langweilig zu sein, an solch trüben Wochenenden. Er beschloss also sich in der Nacht von Freitag auf Samstag nochmal zu drehen. Das Köpfchen blieb zwar schön im Becken, aber eine Pirouette war wohl doch noch drin. Meine eh schon leicht geschundene Leber hat nun Gesellschaft von putzigen kleinen Babyfüßchen.
Also brannte mein Rippenbogen den ganzen Tag. Kannte ich zwar schon, aber sonst ging das innerhalb von wenigen Minuten in Seitenlage wieder weg.
Gestern nicht. Also was tun? Im Kreißsaal anrufen und nachfragen was das sein kann.
Sein kann das nach Aussage der Hebamme dort wohl alles oder nichts. Der Oberarzt war aber grade im OP und wollte zurückrufen. Er rief nicht zurück, dafür aber die Hebamme. Sie meinte es könnte der Blinddarm sein, oder die Leber. Der Blinddarm rutscht in der Schwangerschaft wohl ganz weit nach oben und gesellt sich zur Leber. Wir wurden also leicht panisch.
Ich sollte vorbeikommen, wenn es schlimmer wird, oder bis morgen warten, wenn ich das aushalte.
Also bis heute Morgen gewartet. Zunächst alles prima, doch dann war es wieder da, das Brennen. Es fühlt sich an, als steckt ein Stück Glut am Rippenbogen unter der Haut. Äußerst unangenehm.
Der Papa in Spee macht sich Sorgen, wir entscheiden uns für die Fahrt ins Krankenhaus. War ja klar, Sonntagmorgen, zwei Geburten im Gange, zwei Frauen am CTG, alle Vorsorgeräume belegt.
Also wurden wir in den dritten Kreißsaal gebettet (Schwangere haben den Vorteil nicht warten zu müssen, sondern bei Beschwerden sofort einem Arzt vorgestellt zu werden) und ans das CTG angeschlossen. Zeitgleich wurde die Oberärztin geholt, die dann auch gleich kam. So ein Brennen ist ihr neu, noch nie gehört, müssen wir mal schauen. Also das volle Programm, CTG, Blut, Ultraschall, Urin, drücken, klopfen, tasten. Alles im Schnelldurchlauf, ohne Wartezeit.
Nach 90 Minuten waren wir wieder angezogen und auf dem Heimweg.
Woher das Brennen kommt wissen wir aber nun.
Der kleine Mann (inzwischen stolze 2500g schwer und damit Gewichtstechnisch auf der sicheren Seite) hat sich gedreht und tritt – weil sehr aktiv – ständig gegen meinen Rippenbogen. Man kann auch sagen, dass die Knochenhaut meiner Rippen, der Muskel darüber und die Haut darüber durch den kleinen Kerl wundgerubbelt sind. Also nichts schlimmes, aber höchst unangenehm. Und das schönste…es bleibt mir erhalten die nächsten Wochen. Außer Wärme, liegen und schonen kann man nichts machen.
Dafür geht es dem kleinen Riesen prima, er ist aktiv und sehr stabil, trotz Trubel, Blutabnahme und Stress. Und nun hat auch das Krankenhaus nochmal bestätigt, dass es definitiv ein Junge wird, ganz eindeutig, sogar für uns Laien zu erkennen. Alles dran am kleinen Mann...
kninchen - 29. Jan, 17:37